Die hohe Kunst der Portraitfotografie

Die hohe Kunst der Portraitfotografie

Die Portraitfotografie gehört in der Fotografie zu den beliebtesten Genres, aber auch zu den schwierigsten. Das perfekte Portraitbild zeichnet sich weniger durch die „Schönheit“ des Gesichtes aus, sondern viel mehr durch das Einfangen der Stimmung, Betonen des Charakters und des Ausdrucks. Die hohe Kunst der Portraitfotografie liegt im Wesentlichen in den technischen und gestalterischen Aspekten. Die wichtigsten technischen Aspekte sind die Wahl des Objektives und der Brennweite. Die gestalterischen Aspekte liegen in der Kunst, die richtige Location auszuwählen und die Stimmung einzufangen. Weitere Aspekte der Portraitfotografie sind unter anderem die Wahl des richtigen Lichts, die Wahl der Farbe, schwarz-weiß oder bunt, und auch die Betonung der Fotografie. Möchte man bestimmte Merkmale besonders hervorheben oder soll das Portraitfoto eher schmeicheln?
Ein wirklich gutes Portraitfoto lässt den Betrachter im Vorbeigehen stehen bleiben und schauen. Das Portraitfoto fesselt den Blick, lässt den Betrachter lächeln oder nachdenklich werden.

Portraits drinnen und draußen fotografieren

Portrait Foto - Experienced researcher

Die ersten Versuche der Portraitfotografie sollten in der freien Natur erfolgen. Hier sind neben ausreichend Platz auch abwechslungsreiche Hintergründe vorhanden und das Wichtigste, in der Regel erhält der Fotograf im Freien ein weiches, gleichmäßiges und schattenfreies Licht. Trübes Wetter kann mit einem Blitz ausgeglichen werden. Wird ein Blitz verwendet, muss darauf geachtet werden, dass dieser in etwa aus der gleichen Richtung kommt wie das Sonnenlicht. Auch die Blendenwerte des Blitzes sollten leicht nach unten korrigiert werden, sodass die künstliche Lichtquelle im Freien nicht störend auffällt. Motive finden sich im Outdoor-Bereich immer.
In der Portraitfotografie ist allerdings darauf zu achten, dass sich keine weiteren Personen im Bild befinden. Möchte man ein Portrait zum Beispiel in einer belebten Fußgängerzone fotografieren, kann der Fotograf über die Beeinflussung der Schärfentiefe Vordergrund und Hintergrund voneinander trennen. So wirkt das fotografierte Gesicht im Vordergrund sehr scharf, die Personen im Hintergrund aber unscharf. Die Schärfentiefe kann vom Fotografen über die Blende, die Entfernung zum Objekt und die Brennweite beeinflusst und gesteuert werden.
Soll das Portrait in Räumlichkeiten fotografiert werden, ist vor allem auf den Schatten zu achten. Im Hochformat fällt der Schatten neben die Person. Im Querformat fällt der Schatten unter die Person, ist also nicht sichtbar. Möglicherweise muss das Licht im Innenbereich mit zusätzlichem Equipment verbessert werden, sodass Licht und Schatten gezielt eingesetzt werden.

Fotografie Zubehör für die Portraitfotografie

 

In der Portraitfotografie ist die Wahl des Objektivs entscheidend für ein gelungenes Portraitfoto. Empfehlenswert sind Brennweiten ab 70mm und höher bis etwa 200mm. Mit einer langen Brennweite bleiben die natürlichen Proportionen des Gesichtes erhalten. Kurze Brennweiten können Gesichtspartien optisch vergrößern, sodass die natürlichen Proportionen verfälscht wirken. Das ist natürlich keine allgemeingültige Aussage, denn mit der Brennweite können unterschiedliche Effekte erzielt werden, sodass sich hier ein Ausprobieren unterschiedlicher Brennweiten empfiehlt.
Neben der Brennweite ist die richtige Blende entscheidend für ein gutes Portraitfoto. Die Blende entscheidet wie viel Licht in das Objektiv gelangt und steuert auch den Schärfebereich. Wie schon kurz erwähnt, kann mit der Wahl der Blende die Schärfentiefe beeinflusst werden. In der Portraitfotografie ist das Freistellen beliebt. Hier wird der Hintergrund unscharf dargestellt und nur die fotografierte Person ist scharf abgebildet.
Empfehlenswertes Zubehör in der Portraitfotografie ist auch ein Bildstabilisator. Gerade bei langen Brennweiten und wenig Licht kann der Bildstabilisator helfen auch unter schwierigen Lichtverhältnissen ein Verwackeln des Bildes zu vermeiden. Alternativ kann auch ein Stativ zum Einsatz kommen, das in keinem Fotografie Zubehör fehlen sollte.

Ein Portraitfoto voller Leben

Portraitfotografie - Beautiful woman with a whiten perfect smile

Viele Menschen mögen es gar nicht so gerne fotografiert zu werden. Soll dann noch ein Portraitfoto entstehen, sind die Hemmungen noch größer. Langweilige Gesichter, verstohlene oder abweisende Blicke, all das sind ungünstige Voraussetzungen für ein Portraitfoto. Das kleine Geheimnis liegt in der Kommunikation. Möchte man ein Portrait fotografieren, kann miteinander reden die Stimmung auflockern und wie aus dem Nichts entstehen ganz unterschiedliche Gesichtsausdrücke. Über das Gespräch vergisst die Person das Fotografieren und wird sehr viel gelöster.

Ein spontanes Lachen, ein nachdenkliches Gesicht, ein schelmischer Blick, das sind Momente, die dem Portraitfoto seine Schönheit geben. Und noch ein Tipp: hin und wieder die Position wechseln. Eine halbe Stunde auf dem Stuhl sitzen oder angestrengt an der Wand lehnen, sind keine Situationen, in denen man sich wohlfühlt. Ohne eine entspannte, interessierte und sich öffnende Person, nützt auch das beste Licht und die teuerste Kamera nichts.

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