HDR-Fotografie: High Dynamic Range

HDR-Fotografie: High Dynamic Range

Ob kamerainterne HDR-Automatik oder kostenlose / kostenpflichtige Programme – in der HDR-Fotografie lassen sich begeisternde Effekte erzielen. Grundsätzlich hat die HDR-Fotografie den Zweck, den Kontrastumfang eines Bildes zu erhöhen. Doch mit ein bisschen Sachkenntnis und Interesse für das Themengebiet HDR-Fotografie kann man erstaunliche Ergebnisse erzielen. HDR ist die Abkürzung von „High Dynamic Range“ oder „Hochkontrastbild“, das starke Helligkeitsunterschiede sehr detailreich wiedergeben kann. Mit HDR-Bildern lassen sich Über- und Unterbelichtungen vermeiden, bzw. geschickt vertuschen. Sah der Sonnenuntergang in der Natur so wunderschön aus, enttäuschen die Farben des Bildes. Keine leuchtenden Farben, keine starken Kontraste. HDR-Bilder entstehen, in dem ein Motiv in verschiedenen Belichtungen aufgenommen wird. Anschließend werden diese Bilder übereinander gelegt, sodass sehr helle und sehr dunkle Bildelemente einen starken Kontrast bilden. Nun werden auch die Kontraste des Sonnenuntergangs sichtbar.

Welche Kamera eignet sich für Hochkontrastbilder?

Welche Voraussetzungen sollte eine Kamera für gute Hochkontrastbilder erfüllen? Am besten lassen sich Blende, Verschlusszeit, Fokus, Weißabgleich und ISO-Empfindlichkeit frei einstellen. Dafür eignen sich gut ausgestattete digitale Spiegelreflexkameras. Ein Stativ ergänzt die Kameraausrüstung, denn schon kleine Wackler lassen die HDR-Bilder unbrauchbar werden. Ergänzend zum Stativ bietet sich ein Fernauslöser an, mit dem der Fotograf fotografieren kann, ohne die Kamera zu berühren. Möchte man diese Anschaffung vermeiden, reicht auch der Selbstauslöser der Kamera. Alternativ kann auch eine Kamera, die über eine Belichtungsreihen-Funktion (”Bracketing”) verfügt, zum Fotografieren von HDR-Bildern eingesetzt werden. In der HDR-Fotografie ist es Ziel, eine möglichst hohe Farb- und Detailgetreue zu erreichen. Dazu muss die Blendenöffnung hoch gesetzt werden.
Verfügt die Kamera bereits über einen HDR-Modus, schießt sie in diesem Modus 3 bis 5 Bilder, die sich aus unterbelichteten, normal belichteten und überbelichteten Bildern zusammensetzen. In dieser Reihenfolge beginnt auch der Fotograf die manuelle HDR-Bildaufnahme. Kameras mit HDR-Modus können diese Bilder meist auch selbst zusammenfügen. Mit der manuellen HDR-Fotografie muss der Fotograf das Zusammenfügen später selbst am PC erledigen.

Fotografie Tipps für HDR-Motive

Foto Stativ für HDR Fotografie

Wie bereits erwähnt, lassen schon kleinste Wackler HDR-Bilder unbrauchbar werden. In der HDR-Fotografie eignen sich daher bewegte Motive nicht. Doch welche Motive eignen sich noch zum HDR-Fotografieren? Neben dem Sonnenuntergang gibt es zahlreiche HDR-Motive, mit denen man spannende, schöne und interessante Bilder fotografieren kann. Kirchen- und Kathedralen Fenster, Maschinen und Maschinebauteile, Szenen in verlassenen Industriegeländen, Bauwerke mit schönen Details: Wer genau hinschaut und ein bisschen Fantasie mitbringt, wird unterwegs tolle Motive fotografieren können. Wichtig ist, dass sich im Bild möglichst viele helle und dunkle Elemente befinden, so dass der typische HDR-Effekt deutlich zur Geltung kommt.

Das HDR-Foto manuell zusammenstellen

Erledigt die Kamera das Übereinanderlegen der HDR-Bilder nicht, muss dies zuhause am PC erledigt werden. Ob man sich nun für eine kostenlose oder eine kostenpflichtige Software entscheidet, ist sicher eine persönliche Entscheidung, die auch vom Funktionsumfang abhängig gemacht wird. Meist berechnet die Software nun selbst aus den Bildern mit dem niedrigsten und dem höchsten Kontrastumfang das fertige HDR-Bild. Online lassen sich eine Vielzahl an Fotografie Tipps für HDR-Softwareprogramme finden, die auch ausführlich in ihrem Funktionsumfang vorgestellt werden.

Möchte man besondere Effekte erzielen, zum Beispiel künstlich wirkendes Licht, kann ein normales Fotoprogramm verwendet werden, mit dem das HDR-Bild weiter bearbeitet werden kann. Nun aber noch der letzte und fast wichtigste Schritt. Das HDR-Bild ist fertig, eine Menge Arbeit steckt dahinter. Nur leider sieht das Foto auf dem Monitor alles andere als toll aus. Die Lösung ist ganz einfach. Der Monitor und andere Ausgabegeräte können die Kontraste nicht darstellen. Das HDR-Bild umfasst 32 Bit und muss in eine Farbtiefe von nur 8 oder 16 Bit umgewandelt werden. Dieser Schritt wird als Tonemapping bezeichnet und kann mit verschiedenen Verfahren erstellt werden. Ein einheitliches Verfahren für das Tonemapping gibt es (noch) nicht. Für das Verfahren sind sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Fotosoftwares erhältlich. Auch hier muss man wieder schauen, welche Software die eigenen Wünsche erfüllt und die besten Ergebnisse erzielt.

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